Selbsthilfegruppe für Suchtkranke und Angehörige
 Selbsthilfegruppe für Suchtkranke und Angehörige

Sonstiges   

 

Betroffene werden zu Helfern!

Über das Wirken der Selbsthilfegruppen gibt es leider

immer noch irrige und falsche Vorstellungen.

Viele stellen sich solche Gruppen immer noch

als Weltanschauungs- oder Religionsgemeinschaften

vor und meinen, in den Selbsthilfegruppen müsse

es wohl so ähnlich zugehen wie in irgendwelchen

Sekten oder Geheimbünden. Weit gefehlt:

Selbsthilfegruppen von Suchtkranken heute,

das sind moderne Gemeinschaften, in denen

die Betroffenen ihre Sache und deren besondere

Erfordernisse selbst in die Hand genommen haben.

Hier hängen auch keine „Kaputte“ herum.

Unabhängig von Weltanschauung oder

Kirchenzugehörigkeit stehen wir jedem offen,

der Rat und Hilfe sucht oder mitmachen will

bei der Hilfe für andere Betroffene.

Zu uns ist kein Weg zu weit.

Die Besucher kommen überwiegend aus dem

Kreis Gütersloh und Umgebung.

 

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Daniela Ludwig (Drogenbeauftragte der Bundesregierung) 

schreibt im Freundeskreis Journal 1/2020

 

Aktive, persönliche Unterstützung ohne Stigma und Vorurteile.

            Suchthilfe heißt immer auch Lebenshilfe, und das auf ganzer Linie. Für keinen Bereich gilt das so sehr, wie für die Selbsthilfe: Sich in einer vertrauten, sicheren Umgebung auszutauschen, Mut und Zuversicht aus den Lebensgeschichten Anderer zu ziehen und einander Halt zu geben – das gelingt nirgendwo so gut wie in der Selbsthilfe. Für viele Suchtkranke schafft gerade der Schritt zur Selbsthilfe die Perspektive auf ein suchtmittelfreies Leben. Und nirgendwo finden auch so viele Angehörige die Kraft und Unterstützung für das Leben mit Suchtkranken wie hier.

            Es ist die aktive, persönliche Unterstützung ohne Stigma und Vorverurteilung, die für Betroffene und ihre Angehörige so wichtig ist. Endlich vorurteilsfrei in der Gruppe angenommen zu werden, hilft dabei, die im Zuge der Sucht entstandene Isolation zu überwinden. Gerade in der Gemeinschaft der Selbsthilfegruppen können Betroffene deshalb neue Perspektiven für eine selbstbestimmte und gesündere Zukunft erlangen. Viele Gruppen werden sogar zu Hilfsnetzwerken, deren Mitglieder sich ein Leben lang begleiten und stützen.

            Doch wer in der Selbsthilfe tätig ist, der hilft nicht nur sich selbst. Er leistet mit seinen eigenen Lebenserfahrungen praktische Lebenshilfe für andere. Das zeigt, welche Kraft aus der eigenen, vielfach schmerzvollen Erfahrung mit der Sucht entstehen kann. Mich beeindruckt das! Und ich kann deshalb nur sagen: Machen Sie bitte weiter so, wir brauchen Sie!

            Für Ihre wertvolle Arbeit möchte ich Ihnen an dieser Stelle ganz herzlich danken und wünsche ich Ihnen für die Zukunft alles Gute!

                                                                                         Daniela Ludwig

 

 

 

 

 

 

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